album cover
Virtuelle Scheibe
19
Hip-Hop/Rap
Virtuelle Scheibe was released on May 7, 2017 by recordJet as a part of the album Sternenstaub
album cover
Release DateMay 7, 2017
LabelrecordJet
LanguageGerman
Melodicness
Acousticness
Valence
Danceability
Energy
BPM80

Credits

PERFORMING ARTISTS
Seom
Seom
Performer
COMPOSITION & LYRICS
Marius Mikat
Marius Mikat
Composer
Patrick Kammerer
Patrick Kammerer
Songwriter

Lyrics

Er blickt auf eine blau-weiße, virtuelle Scheibe
Er hat 302 Freunde, doch ist alleine
Seine 302 Freunde seh'n ihn jeden Tag
Sie lesen, was er schreibt, doch sie nehmen ihn nicht wahr
Sie seh'n ihn zwar in ihrer Chronik, doch sah'n nicht, wie er still weinte
Sie teilen seinen Status und doch ist er alleine
Er schreibt, kommentiert, teilt und ist doch einsam
302 Freunde und keiner, der vorbei kam
In virtuellen Mustern wirkt die Welt oft ziemlich kühl
Wir teilen unsere Meinung, aber selten ein Gefühl
Viele scheinen schon blind mit der Hand am Display
Und nur weil alle es tun, ist es lang nicht okay
Wie's dem anderen geht, verschluckt das digitale Netz
Wir kommentieren jeden Gag, doch erfahr'n uns nie im Jetzt
Wie man kleine Dinge schätzt, hat der große Plan vergessen
Früher sprach man Tischgebete, heute postet man sein Essen
Hypnotisiert von der virtuellen Scheibe
Wartet er, dass was passiert, aber blieb alleine
Er teilt seine Zeile, um das Spiel zu vollführen
Und öffnet blind den Laptop, aber schließt seine Türen
Hypnotisiert von der virtuellen Scheibe
Wartet er, dass was passiert, aber blieb alleine
Er teilt seine Zeile, um das Spiel zu vollführen
Und öffnet blind den Laptop, aber schließt seine Türen
Er öffnet blind den Laptop, aber schließt seine Tür (schließt seine Tür)
Er blickt auf seine blau-weiße, virtuelle Scheibe
Dort postet er sein Selfie, doch das Bild schießt er alleine
Auf den Filmen, die wir teilen, wirken alle meist sehr glücklich
Aber viele sind allein und nach den Klicks schon süchtig
All der Fortschritt, den wir feiern, wirkt wie eine Illusion
Wir senden Sprachnachrichten digital per Mikrophon
Mach dein Handy einmal aus und lauf durch die Stadt
Ohne online zu sein, doch mit Augenkontakt
Wie's dem anderen geht, verschluckt das digitale Netz
Wir kommentieren jeden Gag, doch erfahr'n uns nie im Jetzt
Wie man kleine Dinge schätzt, hat der große Plan vergessen
Früher sprach man Tischgebete, heute postet man sein Essen
Hypnotisiert von der virtuellen Scheibe
Wartet er, dass was passiert, aber blieb alleine
Er teilt seine Zeile, um das Spiel zu vollführen
Und öffnet blind den Laptop, aber schließt seine Türen
Hypnotisiert von der virtuellen Scheibe
Wartet er, dass was passiert, aber blieb alleine
Er teilt seine Zeile, um das Spiel zu vollführen
Und öffnet blind den Laptop, aber schließt seine Türen
Er blickt zum Himmel, wo die Vögel ihm die Wahrheit zeigen
Während gehetzte Menschenmassen in die Bahn einsteigen
Die Wartezeiten überbrücken sie mit iPhone-Apps
Fast alle schweigen und wirken dennoch leicht gestresst
Er steigt ein, setzt sich hin und sieht die Vögel im Wind
Nur durch Gesetzmäßigkeit wird ihre Höhe bestimmt
Er denkt: "Die meisten von uns haben das Fliegen verlernt
Manche gleiten kurz, doch landen nie weit entfernt"
Lasst uns den Kurs ändern und das Smartphone einmal ausmachen
Wahrnehmen, offline gehen, uns ansehen und aufwachen (aufwachen)
Und unsre Welt erfahr'n
Komm log dich aus (log dich aus) und schau dich selber an
Lasst uns den Kurs ändern und das Smartphone einmal ausmachen
Wahrnehmen, offline gehen, uns ansehen und aufwachen (aufwachen)
Und unsre Welt erfahr'n
Komm log dich aus (log dich aus) und schau dich selber an
Er blickt auf eine blau-weiße Formenpracht des Himmels
Und erkennt, dass all die Schönheit für sein Auge vorbestimmt ist
Mit glitzernden Augen lächelt er schweigend
Um sich vor der Welt zu verneigen
Und er vergisst seine virtuelle Scheibe
Und blickt in die Weite (in die Weite)
Und so lächelt er schweigend
Um sich vor der echten Welt zu verneigen (zu verneigen)
Written by: Marius Mikat, Patrick Kammerer
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