album cover
Geisel deiner selbst
album cover
Geisel deiner selbst was released on February 22, 2026 by VERSVS as a part of the album Desaster 8
February 22, 2026
LabelVERSVS
LanguageGerman
BPM70
Melodicness
Acousticness
Valence
Danceability
Energy

Lyrics

Du sitzt in deinem eigenen Schloss und gibst dem Schloss den Namensschmerz
Dein Name klebt an deinen Zähnen, wie Salz an Metall nach Mitternacht
Du zählst die Schuld in kleinen Happen, als wär sie Brot für dein kaltes Blut
Und jedes Jahr, das du dir gibst, ist ein Knoten in deinem Mund
Du trägst den Schlüssel wie Schmuck und nennst ihn Freiheit ganz leise
Doch deine Hand zögert immer, wenn die Klinke deinen Plan verrät
Im Schrank deiner Brust liegen Beweise, dein Pulsschlag sauber archiviert
Du sagst, du kennst dich bis ins Dunkel, doch das Dunkel kennt dich besser
Du gibst dir Befehle wie Regen, kurz, hart, ohne Gnade
Dann hörst du dein inneres Lachen und alles wird enger im Takt
Die Luft wird dünn an deiner Zunge, das Denken schmeckt nach Draht
Du fragst nach Ruhe, doch die Ruhe bleibt stumm
Geisel deiner selbst
Geisel deiner selbst
Du hältst dich fest, bis nichts mehr bleibt
Geisel deiner selbst
Geisel deiner selbst
Sag mir, wer entlässt, wenn du dich nicht befreist
Du lernst, wie man Narben poliert, bis sie wie Schmuckstücke glimmen
Und jeder Fehler bekommt bei dir einen Stuhl, einen Namen, ein Bett
Du fütterst das Tier in dir mit halb zerdrückten Versprechen
Dann wundert es dich, wenn es wächst und nachts an deiner Stimme naht
Deine Gedanken tragen Uniform, alles exakt, alles streng
Doch unter der Stoffhaut der Ordnung lebt ein wilder, stummer Schmerz
Du legst ihn nicht weg, du legst ihn nur tiefer, bis selbst dein Atem anklopft
Wie ein Gast, den du nie empfängst
Die Uhr in dir ist kein Trost, sie arbeitet wie ein Gericht
Jede Minute ein Beweisstück, jede Erinnerung ein Saubersortil
Und wenn du kurz Frieden riechst, machst du ihn sofort wieder scharf
Als müsstest du leiden, um dir selbst zu glauben
Du gibst dir Befehle wie Regen, kurz, hart, ohne Gnade
Dann hörst du dein inneres Lachen und alles wird enger im Takt
Die Luft wird dünn an deiner Zunge, das Denken schmeckt nach Tat
Du fragst nach Ruhe, doch die Ruhe bleibt stumm
Kreisel deiner Selbst
Du hältst dich fest, bis nichts mehr bleibt
Kreisel deiner Selbst
Sag mir, wer entlässt, wenn du dich nicht befreist
Vielleicht bist du nie zerbrochen
Vielleicht hast du dich nur gewacht
Mit Schlössern, Haushalten, Gelübden und einem Hunger, der nie satt wird
Doch unter dem starren Gepäck lebt noch ein ungehörtes Nalin
Ein rauer, kleiner Anfang, der deinen Namen neu schreibt
Kreisel deiner Selbst
Du hältst dich fest, bis nichts mehr bleibt
Kreisel deiner Selbst
Sag mir, wer entlässt, wenn du dich nicht befreist
Written by: Tommy Warzecha

Loading...